Der große Saal des MTO Shahmaghsoudi Sufi Zentrums in Düsseldorf füllte sich am Abend des 13. März mit zahlreichen Gästen. Kultur- und Sufismusinteressierte von nah und fern betraten das „Khaneghah“ in Düsseldorf, um das persische Neujahrsfest „Norous“ einzuläuten.

Das Norousfest wird jedes Jahr am 20. März weltweit gefeiert. Um sich in ebendiesen Frühlingsbeginn gebührend einzustimmen, wurden persische Köstlichkeiten serviert und das Musikstück „Frühlingsbeginn“, in dem die Poesie der Sufi Meister zitiert wird, live gespielt.

Ein weiteres Highlight war der interkulturelle und -religiöse Austausch. Mit VertreterInnen der evangelischen Stadtakademie, dem Kreis der Düsseldorfer Muslime, dem Landesverband der Jüdischen Gemeinde NRW, dem EKŌ Haus der Japanischen Kultur sowie unserer MTO Sufi Gemeinde fand ein reger und inspirierender Austausch statt.

Die Vorträge aus Sicht der Christen, Muslime und Buddhisten waren nicht nur spannend, sie machten auch deutlich, dass, obwohl die Ansichten über den Zeitpunkt des Neujahresbeginns verschieden sind, uns dennoch mehr vereint.

Die türkische Gemeinde beispielsweise feiert ebenfalls mit dem Newroz das Neujahrsfest. Aber auch im Christentum spielt die Symbolik des Neubeginns eine große Rolle. Und im Sufismus und Buddhismus ist die Reinigung für den Neubeginn von großer Bedeutung. Somit zeigte der gemeinsame Abend, dass verschiedene Perspektiven bereichernd sein können und unsere vielfältige Gesellschaft abbilden.

Über Religionsgrenzen hinaus praktizierten die Besucher das Gottesgedenken der Sufis „Zekr“. Wieder einmal konnte bei einer Veranstaltung der MTO Sufi Gemeinde gezeigt werden, dass eine Brücke zwischen den Religionen und somit der Neubeginn einer gemeinsamen Vernetzung insbesondere durch den Dialog stattfinden kann. Nach dieser Veranstaltung war sicherlich für alle anwesenden Gäste die Vorfreude auf den kommenden Frühling vorprogrammiert.