Im August nahm ein Mitglied der MTO® Hamburg an dem interreligiösen Jugendcamp „Knüpfwerk“ teil, das von ‚The Upper Room‘ in Kooperation mit ‚Faiths in Tune‘ und dem ‚Magnificat Institute Jerusalem‘ ins Leben gerufen wurde. Im malerischen Kärnten kamen Jugendliche aus Deutschland, Österreich, Israel und Palästina zusammen, um gemeinsam das Musical „Hiob“ einzustudieren und aufzuführen.

Hiob ist eine zentrale Figur im Christentum, Judentum, als auch dem Islam. Infolge einer Wette zwischen Gott und dem Teufel, erlitt er eine Reihe von Schicksalsschlägen, die seinen Glauben an Gott auf die Probe stellten. Gerade in Zeiten einer Pandemie ist das Theodizee-Problem, also die Frage danach, wie das Leid in der Welt mit der Existenz Gottes vereinbar sei, wohl für viele nachvollziehbar. Genau dies schuf eine Grundlage für friedliche Auseinandersetzungen.

In Kleingruppen wurden die Jugendlichen im Singen, Tanzen, Schauspielern und in der Arbeit hinter den Kulissen von den talentierten Animateur*innen aus aller Welt angeleitet.

Neben dem Einstudieren des Musicals fanden unterschiedlichste Workshops zu Themen wie Würde, Hoffnung und Identität statt, die Werte auf die Probe stellten, die sonst für selbstverständlich erachtet werden und auf unterschiedlichsten Ebenen zum Nachdenken angeregt haben.

Natürlich gab es auch eine Reihe von Freizeitaktivitäten, wie einen Ausflug zum umliegenden See oder Waldwanderungen am Abend.

Am Ende der arbeitsintensiven Woche voller Spaß wurde das Musical dann erfolgreich vor kleinem Publikum aufgeführt und ist unter folgendem Link noch immer für Sie verfügbar: youtu.be/kOgEGhk02Lw

Mit der Aufführung kam das Camp dann tränenreich zum Abschluss und hinterließ bei allen überaus besondere Erinnerungen und sogar neue Freundschaften für’s Leben.

Alles in allem geht ein Dankeschön an ‚The Upper Room‘ für diese intensive und wundervolle Woche und natürlich an all die talentierten Animateur*innen, die ermöglicht haben, dass ein Ort geschaffen wurde, wo sich Jugendliche unterschiedlichster Hintergründe austauschen konnten und gemeinsam kreativ sein konnten.

 

Fotografie: Thomas Gramm